Maya
Wir Menschen nehmen unsere Umwelt mit fünf Sinnen wahr: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten.
Wir sehen mit unseren Augen. Die zuständigen Rezeptoren (Stäbchen und Zapfen) nehmen Lichtwellen wahr, die in elektrische Impulse umgewandelt und im Gehirn zu einem Bild verarbeitet werden.
Wir zweifeln selten daran, dass das, was wir sehen, auch tatsächlich existiert und was wir nicht sehen, kann gar nicht da sein.
Doch schauen wir einmal auf unsere Erdmitbewohner, z. B. die Bienen. Sie gehören zu den Insekten und nehmen mit ihren Facettenaugen die Welt völlig anders war als wir. Sie sehen keine Rottöne. Die Farbe erscheint ihnen in diesem Bereich schwarz. Dafür können Sie im ultravioletten Bereich sehen. Auf einer Blüte sieht die Biene Linien, Punkte, etwas das wir nicht sehen.
Somit kann gar nicht alles, was wir mit unseren Augen sehen, die einzige Realität sein.
Doch wir müssen gar nicht andere Erdbewohner anschauen, bleiben wir bei unserer Spezies.
Die Welt wie wir sie mit unseren Augen sehen, ist diese Real? Was ist mit einer Fata Morgana, Platons Höhlengleichnis, den Filmen Die Matrix, Die Truman Show? Alles nur eine Illusion und dennoch glauben wir, dass dies real ist.
Im Yoga gibt es dafür auch einen Begriff: Maya.
Maya bedeutet, dass alles was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen, eine Illusion ist. Die Befreiung hier heraus, ist nicht einfach, so wie es auch nicht für Truman oder Neo war. Doch der Weg lohnt sich.










